T. Tourenbuch

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30.08.2020, 34 Fotos

Wir waren doch erst letzte Woche auf einem Schober? Aber die gibt's irgendwie überall - dieses Mal in Niederösterreich, genauer gesagt auf der Dürren Wand. Die beiden Gipfel hatte ich schon länger auf der Wunschliste - hätte ich mir die Tourenbeschreibung mal genauer angesehen, wären wir wohl heute auch nicht hingefahren. Und das hat folgenden Grund: Wir parken unsere Fahrzeug beim Hof Zinsensteiner und wandern bei der Kreuzung geradeaus weiter. Es geht durch ein schönes Tor ("Türl mit Seitenteilen" wie der Österreicher sagt) und dann auf einer breiten und plattgewalzten Forstautobahn bergauf. Dies ist gar nicht nach unserem Geschmack, geht aber fast drei Kilometer so dahin. Heute wäre für Nachmittag Regen angesagt, hier schaut es aber bereits bei der Anreise aus, als könnte es jeden Moment damit beginnen, was es nach etwa zwanzig Minuten dann auch tut, zuerst nur leicht, dann muss doch das Regengewand aus dem Rucksack raus.

Nachdem wir den Forstweg verlassen haben, geht es auf wesentlich schönerem Waldpfad weiter, dieser ist durch den vorherigen und aktuellen Regen etwas feucht. Es geht noch immer aufwärts und nach einem Kilometer erreichen wir wieder eine Forststraße (diesmal keine Autobahn), die uns bis zur Schoberkapelle führt. Hier schauen wir zum ersten Mal zum Schneeberg und hoffen, nicht vom Wind verblasen zu werden. Wir wenden uns nach links auf den Kammweg und steigen nun deutlich steiler hinauf zum Schober-Gipfel. Auch hier bläst der Wind und nach kurzer Rast geht es weiter. Der Weg am Kamm ist ein Genuss und entschädigt etwas für die trostlose Forststraße. Das Wetter ist inzwischen auch besser geworden und es lässt sich sogar die Sonne blicken, nur windig bleibt es weiterhin.

Beim auf- und ab am Kamm kommen wir an ein paar Aussichtsplätzen und vielen Felsen vorbei, während uns links immer wieder ein Zaun begleitet. Der Gipfel des Öhlers fällt nicht weiter auf, da es hier weder Kreuz noch andere großartige Markierungen gibt. Bald geht es hinab und wir erreichen einen Forstweg der uns zum Öhlerschutzhaus bringt. Hier gönnen wir uns einen Kuchen, bevor wir den blau markierten Weg Richtung Gutenstein einschlagen (der Normalweg zurück zum Zinsensteiner ist nämlich - man glaubt es kaum - eine Forststraße). Unser Pfad ist zwar auch breit, aber zumindest keine Autobahn. Es geht flach Richtung Nordosten, im Wald wird es etwas steiler, um ein Eck nach links und hinab zu einem Bauernhof (Öhlersimmerl). Hier verlassen wir den Weg Richtung Gutenstein, gehen über die "gmahte Wiesn" und folgen den Traktorspuren hinauf zu einem Hochstand. Auf der anderen Seite des Hügels vorbei beim Jaglhof, nochmal kurz hinauf und schon erreichen wir wieder eine Straße. Dieser folgen wir nun, machen nochmal eine Schleife nach links und gelangen später auf den Normalabstiegsweg. Auch hier tröpfelt es uns nochmal kurz an.

Route: Hof Zinstensteiner - Gobenzsattel 750m - Schoberkapelle - Schober (1213m) - Öhler (1184m) - Öhlerschutzhaus (1027m) - Öhlersimmerl - Hof Zinstensteiner
Statistik: 3h/790hm/11,5km

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22.08.2020, 21 Fotos

Wir sind wieder einmal im Salzkammergut und suchen eine kurze Tour für den heutigen Tag, da am Nachmittag das Wetter schlechter werden soll. Wir entscheiden uns für einen der vielen Schober, in diesem Fall bei Fuschl am See. Der direkteste Weg führt vom Parkplatz beim Forsthaus/Restaurant Wartenfels hinauf. Wir starten jedoch auf der Schöffbaumhöhe, kurz bevor die Straße nach Fuschl hinab führt. Von dort geht es direkt in den Wald, wo wir nach kurzer Suche auch die Markierung eines Wanderwegs finden (ob es den offiziell noch gibt, wissen wir aber nicht). Diesem folgen wir bis zu den Siedlungshäusern und anschließend der Forststraße rund um den Golfplatz. Die Straße endet jedoch neben einer Wiese und wir gehen neben dieser hinauf, bis wir auf den eigentlichen Wanderweg treffen.

Wanderweg Felsen Frauenkopf

Nun geht es immer in nördlicher Richtung berauf, bis wir auf den ersten Wegweiser treffen, der uns nach rechts Richtung Frauenkopf und Schober leitet. In vielen Kehren geht es steil hinauf, teils über feines Geröll, Erde und oben immer wieder über Holztritte. Hierbei kommen uns echt viele Leute entgegen und wir müssen einige Male ausweichen oder warten. Im letzten Teil wir es nochmal felsiger und bald stehen wir beim Gipfelkreuz des Frauenkopfs. Nachdem das Wetter bereits jetzt schlecht aussieht, geht es gleich weiter. Mit leichtem auf und ab und den nächsten 50 Menschen kommen wir zur Schoberhütte (Notunterstand) und sind ein paar Meter später am Gipfel des Schober angelangt.

Wolken Schober Abstieg

Auch hier geht es rund, wir schauen nur einmal in die Gegend - für den "Sieben Seen Blick" ist das Wetter zu schlecht. Somit machen wir uns gleich wieder an den Abstieg. Das erste Stück ist steil und mit Drahtseilen gesichert, unten geht es dann durch den Wald flott hinab. Bei der nächsten Forststraße angekommen besuchen wir noch die Burgruine Wartenfels. Am Waldweg geht es nun wieder zurück zu unserem Anstiegspfad. Das letzte Stück wandern wir nun aber außen herum und die letzten paar Meter auf der Bundesstraße zurück zum Start.

In den Wiener Hausbergen trifft man die Massen zumeist nur rund um Liftstationen oder auf einfachen Pfaden - hier irgendwie überall :-)

Route: Schöffbaumhöhe (Fuschl am See) - Frauenkopf (1304m) - Schober (1328m) - Burgruine Wartenfels - Schöffbaumhöhe
Statistik: 2h15/660hm/6,6km

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09.08.2020, 55 Fotos

Ich war vor genau einem Monat zum ersten Mal über den Herminensteig am Schneeberg. Für den oberen Herminensteig gibt es im unteren Teil einen schöne Alternativvariante - den sogenannten Oktobergrat (kein offizieller Weg, aber mit roten Punkten und blauen Strichen markiert, ein paar optionale schwierige Varianten grün markiert). Wir starten im Schneebergdörfl und folgen dort der rechten Straße hinauf. Diese führt uns durch den Schwabenhof und auf einem Forstweg weiter aufwärts. Nach knapp zwei Kilometern erreichen wir den unteren Schneidergraben. Dieser führt uns zuerst breiter, bald aber schmaler und durch viel Grünzeug aufwärts. Nach Querung der Forststraße wird es nochmal etwas steiler und steiniger. Einen Teil des Gerölls kann man links umgehen, aber die letzten 150 Meter muss man sich mit zwei Schritte vor und einem zurück zum nördlichen Grafensteig hochkämpfen. Hier wenden wir uns nach links, schnaufen mal etwas durch und gehen dann bis zum Einstieg des Oktobergrats. Unterwegs beobachten wir einen Christophorus Hubschrauber incl. Bergretter, die hier anscheinend eine Übung durchführen. Den Einsteig finden wir nach dem Waldstück und dem Anstieg bei einem markanten Felsturm. Hier sieht man auch die ersten roten Punkte.

Schneidergraben Felsturm mit Einstieg zum Oktobergrat Am Oktobergrat

Wir nehmen den direkten Weg und steigen über die Felsen hoch, oben findet sich ein deutlich sichtbarer Pfad und immer wieder die vorhin erwähnten Markierungen. Zwischen dem Gehgelände gibt es auch immer wieder leichte Kletterei. Die grünen Markierungen (ca. SG II) lassen wir heute aus. Mit hat der Oktobergrat sogar besser gefallen als Anfangsteil des oberen Herminensteig, mit dem sich der Weg später vereint. Hier folgen wir nun den weiß-rot-weißen Markierungen, überwinden die Schlüsselstelle (abgespeckter Aufschwung), passieren die Drahtseilpassage und den Schlupflochüberstieg. So stehen wir bald am Ende des Herminensteigs und statten noch dem Waxriegel einen Besuch ab.

Am Herminensteig Schneeberg Fischerhütte

Nach Jausenpause geht es hinab zum Damböckhaus und auf der anderen Seite hinauf zum Klosterwappen. Bei der Fischerhütte gönnen wir uns einen Radler, bevor es (mit Abschneidern) auf der Straße zum Elisabeth Kircherl geht. Hier schauen wir noch etwas in die Gegend und machen uns dann am gelb markierten Weg an den Abstieg. Über Stein und Erde geht es durch die Latschen, später über die Bahn bis zur Station Baumgartner. Klaudia kannte die Buchteln noch nicht, auch das holen wir heute nach. Anschließend ein Stück auf der Straße hinab zur nächsten Holzhütte und nach links ins Mieseltal. Zahlreiche Kehren und am Ende die Forststraße bringen uns zurück ins Dorf.

Route: Schneebergdörfl - Schneidergraben - Oktobergrat - Oberer Herminensteig (I) - Waxriegel (1888m) - Damböckhaus - Klosterwappen (2076m) - Fischerhütte - Damböckhaus - Elisabeth Kircherl - Hst. Baumgartner/Buchtelwirt - Mieseltal - Schneebergdörfl
Statistik: 6h/1480hm/17km

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Unlängst mal Wege auf der Rax gesucht, die wir noch nicht oder nicht gemeinsam begangen sind. Dabei ist uns die Brandschneide aufgefallen. So fahren wir heute nach Kaiserbrunn und starten hier unsere Runde. Vom Parkplatz geht es über die Schwarza und am linken Straßenrand bald hoch ins Gebüsch. Der schwarz markierte Weg führt nun durch Wald und immer wieder ziemlich viel Grünzeug konstant deutlich aufwärts. Im Rückblick schaut der Schneeberg immer mehr hervor. Weiter oben gibt es etwas lockers Gestein und dann die kurze Passage mit Stahlseil und schräger Leiter. Nach der Passage geht es nochmal ein Stück durch Gestein aufwärts, bevor wir wieder auf mehr Wald treffen. Über Wiesen erreichen wir die Einmündung des Gsolhirnsteigs und folgen den vereinten Steigen hinauf zur Bergstation der Raxseilbahn.

Bin da... Felsenbaum Blick zurück zur Kraxelstelle Über die Leiter

Entlang des breiten Wegs geht es vorbei an etwa hundert Menschen Richtung Ottohaus. Nachdem wir nachher noch etwas an der Schwarza rumliegen wollen, lassen wir Ottohaus und Jakobskogel aus und biegen am "Praterstern" nach links ab auf den Törlweg. Wir durchqueren das Törl und vernichten in langen schotterigen Kehren die ersten Höhenmeter. Nach den Steinpassagen geht es in den Wald und weiter abwärts. Auch hier warten einige Kehren auf uns, bis es etwas flacher wird und wir das Lammel Brünnl erreichen. Die Erfrischung bei der Sommerhitze tut gut, anschließend geht es gemütlich entlang der Forststraße bis zum Knappenhof. Von dort führen uns Forst- und Asphaltwege hinab nach Hirschwang an der Rax.

Törl Am Törlweg Am Wasserleitungsweg

Am Gehsteig neben der Bundesstraße geht es zum Einstieg des Wasserleitungswegs. Auch hier geht es noch ein Stück auf und ab und es sind einige Leute unterwegs. Auch die sonnigen Badeplätze sind gut besucht. Nach Querung der Bundesstraße suchen wir uns auch einen Badeplatz und schwimmen eine Runde in der kühlen Schwarza. Bevor es zu dunkel wird, geht es das letzte Stück zurück nach Kaiserbrunn.

Eine schöne Runde bei heißem Wetter.

Route: Kaiserbrunn - Brandschneide (C. Kronich Steig) - Rax Seilbahn Bergstation - Praterstern (1623m) - Törlweg - Lammelbrünnl - Knappenhof - Hirschwang an der Rax - Wasserleitungsweg - Kaiserbrunn
Statistik: 5h/1270hm/16,6km

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18.07.2020, 15 Fotos

Der höchste der Nockberge stand für diese Woche auch auf der Liste. Heute war die letzte Möglichkeit und das Wetter sollte zumindest ein paar Stunden aushalten. Wir fahren auf der Forststraße zum Erlacherhaus und starten unsere Tour. Bereits beim Einparken beginnt es zu regnen. Wir gehen trotzdem los und folgen der Forststraße aufwärts und ein paar mal ums Eck. Bei der Feldhütte geht es dann auf die Wiese und weiter aufwärts. Es regent konstant dahin, zwar kein Schütten aber auch lange kein Nieseln mehr. Wir gehen noch bis ca. 1950m Höhe, wo uns der Wind den Regen immer mehr ins Gesicht bläst.

Nachdem es bei dem Wetter am Gipfel auch nix zu holen gibt, entschließen wir uns, hier umzukehren. Bis zum Gipfel hätten wir bei unserem Tempo etwa noch eine Stunde gebraucht. Am gleichen Weg geht es zurück zum Ausgangspunkt. Vielleicht ein anderes Mal...

Route: Erlacherhaus - Feldhütte - Wegweiser auf ca. 1950m - retour
Statistik: 1h20/320hm/5,6km

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