T. Tourenbuch

Die neuesten Einträge

14.08.2017, 54 Fotos, 1 Kommentar

Der Traunstein stand auch schon lange auf der Wunschliste. Nachdem die letzten Tage etwas verregnet waren, sollte es heute soweit sein. Obwohl wir eher früh dran sind, ist der Parkplatz am Ende der Traunsteinstraße schon belegt und auch auf der Straße selbst gibt es lange keinen freien Platz. So hatschen wir zuerst einmal 30 Minuten am Ostufer des Traunsees entlang, bis wir zum Ausgangspunkt gelangen. Nun geht es auf der Straße, neben dem Ufer und durch Tunnel weiter, bis wir den Einstieg des Naturfreundesteigs erreichen. Dort geht es auch gleich zackig über Eisentritte und entlang von Drahtseilen bergauf, damit jeder weiß, was einen am Aufstieg erwartet. Nun folgt abwechselnd steiles Gehgelände und immer wieder Steighilfen. Wir überholen ein paar Wanderer, werden selbst überholt und steigen immer weiter auf. Im Rückblick hat man meist schönen Blick zum Traunsee. Das Wetter ist heute perfekt, auch wenn die Sonne schon weiter ums Eck gerückt ist und öfter den Weg aufheizt. Später folgt eine lange Leiter, erdiges Gelände und dann die bekannten, luftigen Trittplatten. Der Ausblick wir nun immer besser, hinter dem Erlakogel und Ebensee rückt bald der Dachstein ins Blickfeld. Es zieht sich aber noch eine Weile, bis zum ersten Mal das Traunsteinhaus ins Blickfeld rückt.

Da wollen wir rauf Rauf Über die lange Leiter Die lustigen/luftigen Trittplatten Durch das Felsenfenster

Nach weiterer steiler Steigpassage geht es durch ein Felsenfenster und anschließend dauert es nicht mehr all zu lange, bis wir uns bei der Schutzhütte ausrasten können. Ich fühl mich heute leider nicht so fit, darum haben wir auch die angegebene Gehzeit von 3h nur wenig unterschritten. Nach ausgiebiger Rast wandern wir ein Stück hinab, bevor uns der Anstieg zur Gmunder Hütte führt. Es geht vorbei an dieser und das letzte Stück bis zum Gipfelkreuz. Auch hier haben wir einen wunderbaren Panoramablick und können im Sonnenschein vor uns hin dösen. Später geht es retour Richtung Gmundner Hütte und kurz davor rechts hinab auf den Hernlersteig. Auch hier geht es gleich gut zur Sache, es beginnt mit dem Abstieg auf einer Eisenleiter, etwas Gegenverkehr und dann entlang des Drahtseils am Fels abwärts. Nach kurzem Gehgelände geht es nun lange Zeit im Rückwärtsgang hinab. Immer am Seil anhalten und Schritt für Schritt dem Tal entgegen gehen.

Blick zum See, Ebensee, Feuerkogel, etc. Das riesige Gipfelkreuz Da runter Runter, runter, runter Über die Leitern

Dabei kommen wir am Einstieg des Traunsee Klettersteigs vorbei, der von hier auf die Gmunder Hütte führt. Für uns geht es aber immer weiter absteigen, was auf Dauer auch anstrengend wird. Leider haben wir für das ewige Seil gehen auch keine Handschuhe eingepackt. Ich grummel etwas vor mich hin, aber es hilft ja nix. Dafür hat man auch hier immer wieder Mal schönen Blick auf Traunsee und Umgebung. Nach einer gefühlten Ewigkeit gibt es wieder mal Gehgelände, bevor die nächsten Steilabstiege folgen. Vorbei geht es am 'Dachsteinblick' und auf einer Leiterkombipassage runter. Nun rückt der See endlich näher und nur mehr wenige Kraxelstellen trennen uns vom Ziel. Das letzte Stück geht es durch schönen Wald gemütlich hinab, bis wir wieder auf der Traunsteinstraße neben der Quelle ankommen und uns gleich mal erfrischen. Am Rückweg kehren wir noch zum Essen ein und erreichen abends wieder unser Fahrzeug.

Eine wirklich schöne, aber auch anstrengende und teils schwierige Tour (Klettersteige B). Nur für trittfeste und schwindelsichere Personen zu empfehlen.

Route: Traunsteinstraße - Parkplatz - Naturfreundesteig (B) - Traunsteinhaus (1580m) - Gmundner Hütte (1660m) - Traunstein (1691m) - Hernlersteig (B) - Traunsteinstraße
Statistik: 7h15/1360hm/15,2km

Mehr... | Fotos | Kommentare
27.07.2017, 52 Fotos

Nach unserer Tour durch die Schladminger Tauern bleiben wir noch ein paar Tage in der Steiermark und fahren dann nach Kärnten weiter, da hier das Wetter besser aussieht. Heute wollen wir die Garnitzenklamm besuchen. Hier war ich schon vor zwei Jahren und die Runde hat mir gut gefallen. Leider sind wir heute später dran als damals und somit ist besonders in der ersten Hälfte ziemlich viel los und wir kommen nur mühsam voran. Entlang der Garnitzenbach geht es immer weiter aufwärts, dieser wird ein paar mal über Brücken und Stege gequert, wärend unter einem das Wasser dahinschießt.

Viel los Schöne Wasserfälle Blick nach vor

Im oberen Teil ist weniger los - das gefällt uns gleich besser. Der Weg wird im letzten Abschnitt auch anspruchsvoller und ist teilweise gesichert. Vom Klammende gehen wir weiter zur Kühwegeralm, wo wir die günstige Jause des Urlaubs finden (1/2 Liter Saft gespritzt: 1 Euro, Kuchen: 1,50). Komplett verwundert geht es danach noch ein Stück die Forststraße hinauf und dann auf der anderen Seite wieder hinab. Der Abstieg ist eher unspannend, nur gegen Ende hin geht es ein paar Mal auf Pfaden durch den Wald.

 Etwas gesichert Kühweger Alm

Wir besuchen noch die St. Urbani Kirche, bevor wir zum dritten Mal die gleichen deutschen Wanderer überholen. Denen ist das ziemlich suspekt ("Ich mag euch nicht" "Schau wie die da runter gehen"). Amüsiert kehren wir so ins Tal zurück und gehen auf der Straße das Stück zurück zum Klammeingang.

Route: Klammwirt Möderndorf - Garnitzenklamm - Kühweger Alm (1480m) - St. Urbani (879m) - Klammwirt
Statistik: 5h/940hm/13,9km

Mehr... | Fotos | Kommentare

Der letzte Tag unserer Wanderrunde ist angebrochen. Heute wollen wir von der Preintalerhütte über den Planai Höhenweg zur Bergstation der Planai wandern. Auf den Wegweisern wird nochmal drauf hingewiesen, dass es sich um eine anspruchsvolle Etappe handelt und bereits im Quartier wurde uns von dieser Etappe abgeraten. Nachdem wir die letzten Tage aber immer gut und sicher unterwegs waren, wollen wir auch hier am Plan festhalten. Doch leider beginnt es bereits beim Frühstück zu regnen und es sieht nicht so aus, als ob es bald besser wird. Wir bleiben noch etwas länger auf der Hütte sitzen, doch die Front ist größer als in den letzten Tagen und bei so feuchten Bedingungen ist an den Höhenweg nicht zu denken. Somit entschließen wir uns nach einigen Kartenspielrunden zum Abstieg ins Tal.

Irgendwann müssen wir doch runter... Brücke von der anderen Seite Blick zurück

Wir stecken uns in die Regenklamotten und machen uns über den feuchten Weg an den Abstieg. Bald queren wir den rauschenden Bachlauf und gehen immer weiter hinab, bis wir die Straße erreichen. Vorbei an einigen Almen wandern wir im Regen zum Riesachsee. Neben uns stürzen zahlreiche Wasserfälle ins Tal, was zumindest für schöne Ausblicke und gute Bilder sorgt.

Alle wieder da!

Klaudia und ich nehmen als Abstiegsvariante den Alpinsteig Höll, der entlang des Riesachbachs ins Tal führt. Klaus und Stefan kennen den schon und bleiben auf der Forststraße. Der Steig führt im Klammstil an Wasserfällen entlang. Einige Stufen führen uns hinauf und hinab. Die große Hängebrücke ist derzeit gesperrt, somit müssen wir über rutschiges Erdreichen hinab ins Tal. Wir bestaunen noch die Riesachwasserfälle, bevor wir beim Riesachfall-Gasthof ankommen. Durch die vielen Fotopausen warten Klaus und Stefan schon auf uns. Zehn Minuten später sitzen wir auch schon im Wanderbus, der uns zurück zu unserem Ausgangspunkt bringt. Hier geht unsere tolle Wandertour zu Ende. Freu mich schon auf nächstes Jahr, ich hoffe da schaffen wir wieder so eine Tour :-)

Route: Preintalerhütte (1656m) - Riesachsee - Alpinsteig Höll - Parkplatz Gasthof Zum Riesachfall (1100m)
Statistik: 2h/60hm auf/610hm ab/6,4km

Mehr... | Fotos | Kommentare

Nach einer Nacht in den quietschenden Stockbetten der Gollinghütte gibt es ein weiteres leckeres Hüttenfrühstück, bevor wir uns auf den Weg in die Klafferkesseln machen. Auch heute ist der Himmel eher bedeckt, es schaut jedoch noch recht stabil aus. Von der Hütte geht es einmal über den Bach und gleich aufwärts durch einen Gras und Blumenhang. Unterwegs treffen wir das zahme Hüttenreh, das per Hand aufgezogen wurde und so gar keine Scheu vor Menschen hat. Nachdem es gestern Abend noch geregnet hat und hier die Sonne nicht so bald vorbeikommt, ist der Weg etwas feucht. Dies merken wir bei den leichten Kraxelpassagen im weiteren Aufstieg. Weiter oben wird das Wetter freundlicher und die ersten blauen Himmelfetzen tauchen auf. Im Rückblick sieht man immer wieder die Hütte und auch der Hochgolling ist wieder im Blickfeld. Vom heutigen Weg sieht man zwischendurch auch den Abstieg von der Gollingscharte, der von gegenüber nochmal schlimmer aussieht. Mit kurzer Rastpause zwischendurch erreichen wir den Greifenbergsattel. Hier haben wir auch schon das nächste Ziel im Blick. Über einige Gesteinshaufen geht es gemütlich hinauf zum Greifenberg.

Hüttenreh Klaudia sieht schon den Greifenberg

Von Gipfel des Greifenbergs haben wir schönen Rundumblick über die Bergspitzen der Umgebung und hinab zu den Klafferkesseln. Nach etwas längerer Pause geht es auch in diese Richtung hinab. Der Abstieg ist anfangs etwas steiler und zwischendurch durch ein Seil gesichert. Vorbei an Schneefeldern geht es runter zu den Seen. Wir besuchen den oberen Klaffersee, wo sich Klaudia und Klaus das Schwimmen wieder mal nicht entgehen lassen. Nachdem das Wetter inzwischen freundlicher aussieht pausieren wir noch etwas am See. Stefan und Klaus machen sich früher auf den Weg, Klaudia und ich folgen nach längerer Pause. Es folgt der wunderschöne Weg durch die etwa 30 Seen der Klafferkesseln. Mit wenig auf und ab wandern wir mal näher, mal ferner an den Seen vorbei in denen sich so mancher Gipfel spiegelt.

Ausblick vom Greifenberg Weiter durch die Klafferkesseln Nach dem Regen

Irgendwann erreichen wir dann leider doch die untere Klafferscharte und steigen wieder mal ab. Deutlich einfacher als gestern geht es in den Talschluss und durch eine Kuhherde entlang des Bachs weiter. Die Preintalerhütte und Waldhornalm wollen sich lange nicht zeigen, erst nachdem ein kleiner Rücken überschritten ist, rücken sie ins Blickfeld und sind bald erreicht. Abends auf der Hütte regnet es wieder. Dafür gibt es anschließend mehrere Regenbögen und eine beeindruckende Abendstimmung, bis der Nebel aus dem Tal hochzieht.

Route: Gollinghütte (1642m) - Greifenbergsattel (2450m) - Greifenberg (2618m) - Oberer Klaffersee - Klafferkesseln - Untere Klafferscharte (2280m) - Preintalerhütte (1656m)
Statistik: 4h/1050hm auf/1030hm ab/9km

Mehr... | Fotos | Kommentare

Der dritte Tag unserer Wandertour führt uns von der Keinprechthütte zur Gollinghütte. Kurz geht es auf der Straße abwärts, bis wir bei einer Hütte älterer Bauart auf den Wanderweg abbiegen. Am Himmel halten sich heute viele Wolken und es sieht nicht so freundlich, wie die letzten Tage, aus. Nun geht es im Schatten über Wiesen und Steine leicht aufwärts. Der Weg führt ein Stück im Hang durch hohes Gras und viele Blumen, bis es etwas rechts um den Berg und nun steiler bergauf geht. Zwischendurch rasten wir kurz, bevor wir den letzten Anstieg zur Trockenbrotscharte in Angriff nehmen. Auf der Scharte bläst der Wind und wir blicken hinab zur Landawirseehütte mit den beiden Seen dahinter sowie zum Hochgolling. Das Wetter schaut auf der Seite nicht viel anders aus, als auf der anderen - hier und da lässt sich etwas blauer Himmel hinter den Wolken erahnen. Von der Scharte steigen wir ein Stück ab und wenden uns dann nach links auf den alten Höhenweg. Durch die gestrigen Erkundungen auf der Hütte haben wir in Erfahrung gebracht, dass der Weg gewartet wird und nicht extrem schwer zu gehen ist. Dadurch ersparen wir uns gut 200 Höhenmeter für den Abstieg zur Hütte und den weiteren Weg entlang der Straße.

Hier scheint noch die Sonne Der alte Höhenweg Schlüsselstelle über feuchten Stein

Der Höhenweg geht immer im schrägen Hang dahin und ist nicht gar so ausgetreten, wie die anderen Pfade. Wir kommen wieder gut voran bis wir kurz vor dem Ende die gesicherte Passage über nassen Fels meistern müssen. Auch das gelingt uns und wenig später stehen wir beim Zusammenschluss mit dem Normalweg. Weiter geht es über die Felsblöcke zur Gollingscharte. Von hier sind 2h30 für die ca. 500hm auf den Hochgolling angeschrieben. Wir rasten erst einmal und wägen ab. Nachdem das Wetter dann doch immer besser wird entschließen sich Klaus, Klaudia und ich doch für einen Aufstieg. Wir packen nur ein paar Kleinigkeiten in unsere Wanderjacken und verstecken die schweren Rucksäcke hinter der nächsten Felsnase. Der Anstieg erfolgt über viel Gestein zuerst etwas rechts von der Scharte und dann im Zick-Zack direkt den Berg hinauf. Beim Auswahlschild angekommen entscheiden wir uns für den Normalweg und lassen den Gratweg links liegen. Über die Felsen müssen manchmal die Hände zur Hilfe genommen werden, bis wir die Schlüsselstelle erreichen. Hier sind ein paar Trittbügel zu meistern, um den Gipfelkamm zu erreichen. Auch das schaffen wir und gehen am Kamm noch das Stück zum Gipfelkreuz. Auch wenn unten das Wetter besser ausgesehen hat, haben wir uns die letzten 100 Höhenmeter schon in der Nebelsuppe bewegt. Und auch hier oben wird es leider nicht besser.

Am Hochgolling Steinhaufenabstieg von der Scharte zum Gollingwinkel Endlich unten

Wir freuen uns trotzdem über unseren Erfolg - haben wir doch den höchsten Berg in den Schladminger Tauern bestiegen. Zeitlich haben wir etwa die Hälfte der Zeitangabe vom Wegweiser bei der Gollingscharte benötigt - ohne Gepäck geht's halt doch leichter. Der Rückweg erfolgt am gleichen Weg hinab zur Scharte. Von dort folgt der lange und ziemlich mühsame Abstieg zum Gollingwinkel. Im steilen Gelände geht es hin und her über Steine, Steine und lose Steine. Mit etwas Schnaufen schaffen wir auch das und stehen zwischen den Pferden im Talschluss. Nun geht es gemütlich entlang des Bachs zur Gollinghütte, wo wir von Stefan schon erwartet werden.

Route: Keinprechthütte (1872m) - Trockenbrotscharte (2237m) - Alter Höhenweg - Gollingscharte (2325m) - Hochgolling (2862m) - Gollingscharte (2325m) - Gollingwinkel - Gollinghütte (1642m)
Statistik: 6h/1240hm auf/1490hm ab/12km

Mehr... | Fotos | Kommentare