T. Tourenbuch

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Am letzten Tag unserer Wanderwoche geht es nur noch von der Welser Hütte zum Almtalerhaus. Die Prognosen am Vorabend haben von Regen ab zehn Uhr gesprochen, der dann nicht mehr aufhört. Es regnet aber schon kurz nach fünf Uhr früh. Somit nützt auch das frühe Aufstehen nichts. Nachdem es Richtung Traunstein aber immer heller wird, stressen wir uns nicht all zu sehr und machen uns um halb acht auf den Weg. Der Regen hat inzwischen augehört, jedoch ist der Weg recht nass. Nachdem er steil auch noch ist, geht es eher langsam hinab.

Alle bereit Abstieg Hans Pumberger Band

Beim Abstieg geht es zuerst über Gestein, später durch Wald und gegen Ende über zwei Treppen und über ein Felsband. Dabei wandern wir durch cirka 80 Kehren, bis wir nach Querung eines Geröllfeldes irgendwann bei der Talstation der Materialseilbahn ankommen.

Auf der Forststraße retour Straneggbach Das Almtalerhaus gleich erreicht

Nun geht es ein gutes Stück auf einer Forststraße talauswärts, bis wir nach links zum Straneggbach abbiegen. In diesem Teil führt dieser auch deutlich mehr Wasser als zuvor und nach dem Steinpfad rückt bald das Almtalerhaus ins Blickfeld, das wir wenig später erreichen. Hier wird es dann auch noch direkt sonnig.

Route: Welser Hütte (1725m) - Almtalerhaus (714m)
Statistik: 2h15/10hm auf/1010hm ab/6,5km

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Heute scheint uns schon am Morgen die Sonne entgegen und nach dem Frühstück machen wir uns bald auf zur "Königsetappe". Durch nasses Gras geht es etwas ab und auf, vorbei am Abzweiger zum "Handyplatzl" und weiter vorne zum Sepp Huber Steig Richtung Almsee und dem Weg zum Rotgschirr. Hier beginnt auch schon der erste Anstieg und es geht gleich mal 400 Höhenmeter über Fels, durch Latschen und etwas Schnee aufwärts. Am Sattel angekommen empfängt uns ein meterhohes Schneefeld und ein traumhafter Blick Richtung Schermberg und zum Großen Priel. Durch karstiges Niemandsland geht es nun auf und ab wobei wir ein paar harmlose Schneefelder queren. Steinmänner und GPS helfen uns bei der Wegfindung auf den größeren Feldern. Im Rückblick baut sich das Rotgeschirr hinter uns auf, während vor uns die Gipfel immer größer werden. Nach etwas Abstieg geht es hinauf zum Abzweiger zum Prielschutzhaus. Nachdem die einzige Wander vor uns hier abgebogen sind, treten wir am weiteren Weg heute die ersten Schritte in den Schnee.

Blick zurück zu Hütte und See Oben drüber, ganz hinten schon der Priel Abfahrt!

Im Gegensatz zum gestrigen Tage sind wir doch ein Stück höher unterwegs und somit gibt es weder viele Blumen noch Tiere zu sehen. Nur ein Bundesheerhubschrauber dreht seine Übungsrunden. Das nächste Schneefeld geht es steiler hinab. Während die einen außen rundum gehen, machen die anderen Rutschpartien oder vorsichtige Schritte. Alles kein Problem, da es hier noch genug Auslauf gibt. Weiter vorne müssen wir dann gerade über die Schräge und schlagen einige Stufen in den bereits weichen Schnee. Der Weg führt über zahlreiche Felsbrücken, die früher für Transporte mit Lasttieren verwendet wurden. Das nächste steile Schneefeld ist uns dann zu schräg und wir steigen durch die Felsen ein Stück ab, um es zu umgehen. Nach dem nächsten Anstieg erreichen wir den Fleischbanksattel. Klaudia und ich wollen schon lange auf den großen Priel und nachdem wir es so bald nicht mehr so einfach haben werden, wollen wir heute rauf. Der Rest ist sich ob des Gipfelgrats nicht sicher und macht sich an den Abstieg Richtung Welser Hütte.

Der Gipfelgrat Klaudia und ich am Gipfel Auf der Leiter

Wir packen etwas um und machen uns mit leichem Gepäck an den Aufstieg. Rasch gewinnen wir auf dem gemütlichen Schotterweg an Höhe und stehen bald bei der Kreuzung mit dem Normalweg. Hier fehlen zwar nicht mehr viele Höhenmeter, es geht aber über den teilweise schmalen Gipfelgrat noch ein Stück auf und ab bis zum Gipfelkreuz. Hier sind außer uns nur drei Bergfexe, die über den neu verlängerten Klettersteig rauf gekommen sind. Zwischen den Wolken reisst es auch kurz etwas auf und der Blick ins Tal wird frei. Nach kurzer Rast gehen wir wieder retour über den Grat und hinab in den Sattel. Der Abstieg von hier ist aber doch nochmal anstregender und konzentriertes Steigen ist gefragt. Über Felsblöcke und Schnee geht es bis zu einer Querung entlang eines lockeren Seils und über eine Leiter hinab zum nächsten Schneefeld. Über dieses hinab steigen wir durch weitere Felsen nach rechts zur Felswand und wieder entlang eines rostigen Seils über abgespeckte Platten hinab. Über Schotter geht es nun zu den Teichln, wo zahlreiche Gämsen rasten. Auch wir blicken uns eine Zeit lang um, bevor wir das letzte Stück zur Welser Hütte absteigen, wo wir von den Kollegen schon erwartet werden. Auch heute Abend können wir noch einen schönen Sonnenuntergang bewundern.

Route: Pühringerhütte (1638m) - Abzweiger Priel Schutzhaus - Fleischbanksattel (2122m) - Großer Priel (2515m) - Fleischbanksattel - Welser Hütte (1725m)
Statistik: 6h30/1160hm auf/1070hm ab/13,2km

Varianten: Ohne Priel sind es ca. 400hm/2h/3,5km weniger

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Der heutige Tag führt uns über die Almwiesen beim Appelhaus vorbei an ein paar Kühen und bald hinauf zum Abzweiger zum Redenden Stein. Nachdem weiter hinten schon wieder die Wolken und Nebelschwaden aufziehen entschließen sich Klaus, Stefan und Georg den Gipfel zu besteigen, wären Klaudia und ich direkt weiter gehen. Es geht nun immer etwas auf und abwärts, weniger steinig als gestern und mit vielen Blumen neben dem Weg. Der Bergfrühling hat sich dieses Jahr Zeit gelassen.

Der Rest biegt zum redenden Stein ab Wieder Richtung Nebel Über den Karst

Im Rückblick sehen wir das Gipfelkreuz am redenden Stein und wenig später auch unsere Wanderkollegen. Vorbei geht es am Schild "K K Brunn" Richtung Nebel. Es folgt ein kurzer steilerer Anstieg und wieder flachere Pfade. Weiter über ein Karstplateau, durch Latschen, über ein Schneefeld und wenig später steiler nach rechts hinauf. Wir erreichen den Sattel an dem der Weg zum Wildgößl abzweigt. Das lassen wir jedoch auch aus und legen eine Pause bei der Wieslacke (oder Wiesensee) ein. Unsere drei Mitstreiter haben uns wenig später eingeholt und pausieren mit uns. Georg und Klaus überreden wir dann noch die Variante übers Wildgößl zu wählen, während Klaudia, Stefan und ich gerade weiter gehen.

Wiesenlacke Nebelschwaden auf der anderen Seite des Abblasbühel Elmsee

Nach dem See geht es etwas hinauf und dann im Wiesenhang auf und abwärts. Vorbei an einem Baumfelsen geht es hinauf zum Sattel beim Abblasbühel. Hier werden später auch Klaus und Georg wieder runterkommen. Wir gehen auf der anderen Seiter weiter und steigen zuerst steil und erdiger, später felsiger hinab Richtung Elmgrube. Dabei kommen wir an einem recht frischen Felsblock vorbei, der noch nicht so lange herumliegen dürfte, geht doch die Markierung und der Weg darunter durch. Bei der Elmgrube angekommen zeigt sich nochmals die Sonne und wir wandern eher flach bis zum Elmsee. Hier beobachten wir ein paar Kinder auf einem Aufblasschwann, die irgendwann von den Eltern aus dem See gezogen werden. Wenig später ziehen wieder Wolken auf und als wir die Pühringer Hütte erreichen, ist vom See schon nicht mehr viel zu sehen. Somit entfallen auch die möglichen Touren auf Rotgschirr oder Elm. Abends regnet es dann.

Route: Albert Appel Haus (1663m) - Abzweiger Redender Stein - Pühringer Hütte (1638m) - Abzweiger Wildgößl - Wieslacke - Abblasbühel (1850m) - Elmgrube - Elmsee - Pühringerhütte (1638m)
Statistik: 4h/520hm auf/550hm ab/10,5km

Varianten: Zum Redenden Stein ca. 30 Minuten für Auf/Abstieg, Von der Wieslacke zum Wildgößl und zum Abblasbühel zusätzlich ebenfalls ca. 30 Minuten. Von der Pühringer Hütte könnte man zum Elm oder aufs Rotgschirr.

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Der zweite Tag unserer Toten-Gebirge-Tour startet ähnlich grau wie der Erste, Nebel und Wolken ziehen fröhlich durch die Gegend. Wir packen bald unsere Jausenbrote in den Rucksack und machen uns wieder auf den Weg. Nach den ersten Metern zeigt sich die Sonne und leuchtet auf das Hochkogelhaus hinter uns. Am schmalen Wanderpfad geht es aufwärts und immer wieder quer über Wiesen und Gestein. Die Sonne ist bald wieder verschwunden und wir wandern mit mehr und weniger Nebel weiter. Wir kommen zur ersten Abzweigung zum Schönberg, der sich heute auch in den Wolken versteckt. Hier wenden wir uns eher nach links und weiter meist auf und etwas abwärts weiter, vorbei geht es am Abzweiger zur Eishöhle und irgendwann erreichen wir den Abzweiger zum Schönberg Ostgrat. Auch der ist uns egal und wir folgen den Wegweiser Richtung Wildensee. Vom Abzweiger geht es hinab, vorbei an der nächsten Gamsfamilie und einigen Schneefeldern. Über zahlreiche karstige Felsen geht es anschließend auf und ab.

Blick zurück zum Hochkogelhaus nach dem ersten Anstieg Etwas auf und ab, aber anfangs meist mehr auf Durchs Karstgelände

Mitten in der nebligen Felslandschaft treffen wir dann doch die ersten Menschen des Tages und später rückt zwischen den Latschen der Rinnerkogel hervor. Auch dieser Gipfel hüllt sich in Wolken. Aber irgendwo bin ich davon anscheinend so beeindruckt, dass ich einen kapitalen Versteiger einbaue und mir das Außenband überdehne. Autsch. Nach kurzer Pause folgen wir den Anderen zur Kreuzung mit dem Weg auf den Rinnerkogel, der mir aufgrund des Wetters und meines Fußes recht egal ist. Darum geht es gleich weiter zum Wildensee. Bis wir dort rüber queren können, müssen wir jedoch noch einige Höhenmeter absteigen. Durch Fels, Latschen und vorbei an einigen Blumen geht es ein gutes Stück hinab.

Wir treffen doch noch Menschen Am Wildensee angekommen Appelhaus

Anschließend wenden wir uns nach rechts und erreichen bald den Wildensee. Da weit und breit keine Sonne zu sehen ist, stellen wir nur unsere Füße ins Wasser und verzichten auf ein Bad. Warm genug wär's aber vermutlich gewesen. Entlang des Seeufers geht es nun nach Süden, bald wieder hinauf und auf der anderen Seite hinab zu den Almhütten der Wildenseealm. Von hier geht es durch etwas Wald und viele Blumenwiesen hinab und nach dem nächsten Anstieg haben wir das Appelhaus erreicht. Hier gibt es leckeren Kaiserschmarrn, wären wir lustige Diskussionen zwischen Gästen, Bedienung und Wirt belauschen. Für die Insider sag ich nur "Flo! I brauch de Kraxn!". Während wir unsere Reserven auffüllen kommt die Sonne hervor und wir genießen einen schönen Hüttenabend.

Route: Ebenseer Hochkogelhaus (1558m) - Abzweigung Schönberg West und Ost - Abzweigung Rinnerkogel - Wildensee - Wildenseealm - Albert Appelhaus (1663m)
Statistik: 5h15/840hm auf/740hm ab/11,6km

Varianten: Der Rinnerkogel wäre wohl so 30 Minuten Umweg, vom Appelhaus könnte man noch auf den Woising gehen (angeschrieben mit zwei Stunden für den Anstieg).

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Auch dieses Jahr haben wir eine mehrtätige Wandertour geplant und wandern dabei durchs Tote Gebirge. Mit dabei sind, wie schon letztes Jahr, Klaus, Stefan, Georg, Klaudia und ich. Der erste Tag führt uns von Schwarzenbach bei Ebensee aufs Ebenseer Hochkogelhaus. Als Gipeloptionen wäre noch eine Überschreitung des Schönbergs möglich. Nach Anreise am Sonntag ist jedoch bald klar, dass wir froh sein können, wenn wir trocken bis zur Hütte kommen, denn es regnet am Abend und auch in der Früh. Wir lassen uns also Zeit mit dem Frühstück und machen noch einen Zwischenstopp in Gmunden, bevor wir am Nachmittag nach Ebensee und weiter Richtung Offensee fahren. Nach etwa drei Kilometern biegen wir nach rechts ab und holpern auf der Forststraße entlang des Schwarzenbachs bis zum Parkplatz. Wir haben Glück und inzwischen hat es hier der Regen wirklich aufgehört. So packen wir unsere sieben Sachen und machen uns auf den Weg. Auf der Forststraße geht es neben dem tosenden Bach gleich aufwärts, bald nach links und flacher bis zum ersten Abzweiger weiter. Nun wählen wir den Wald-, anstelle des Forstwegs, für den weiteren Anstieg. Über feuchtes Laub und Steine geht es aufwärts, dann etwas flacher dahin und leicht hinab zurück zur Forststraße. Auf dieser erreichen wir bald das (heute geschlossene) Mittereckerstüberl.

Klaudia, Klaus, Gerog, Stefan, Ich Der Schwarzenbach Beim Mittereckerstüberl

Hier startet auch die Materialseilbahn zum Ebenseer Hochkogelhaus und um (aktuell) vier Euro kann man bei vorheriger Anmeldung seinen Rucksack zur Hütte transportieren lassen (fährt zweimal am Tag). Zwei Leute wollen sich nicht vom Rucksack trennen, der Rest platziert das Gepäck im Materialkorb. Nun geht es noch ein Stück auf der Forststraße weiter, dann biegen wir nach rechts auf einen schmalen Pfad ab, der uns bald steiler hinauf führt. In zahlreichen Kehren geht es nun am steinigen Pfad durch Wald und später durch Geröll und Felsblöcke hinauf. Unterwegs rückt der Nebel näher und es nieselt kurz. Am Wiesenhang rechts von uns sehen wir eine einzelne Gams, nach einer gesicherten Passage entlang einer Wand sehen wir gegenüber dann ein ganzes Rudel mit mehr als zwanzig Tieren.

Über viele Steine Ebenseer Hochkogelhaus Die Sonne zeigt sich

Nach dem nächsten gestuften Anstieg informiert uns ein nettes Hinweisschild, dass wir es bald geschafft haben. Und wirklich, wenig später taucht auch das Hochkogelhaus hinter den Bäumen auf. Bald sitzen wir in der Hütte beim ersten Hüttenradler. Abends wir es noch etwas freundlicher und unter den Wolken kommt Richtung Feuerkogel die Sonne kurz hervor, bevor sie hinter den Bergen wieder verschwindet.

Route: Schwarzenbach - Mittereckerstüberl - Ebenseer Hochkogelhaus (1558m)
Statistik: 2h30/1060hm auf/20hm ab/5,7km

Varianten: Für die Schönerg Ost-West Überschreitung hätte ich ca. vier Stunden eingeplant gehabt. Sind ca. 750hm und 6 Kilometer. Schneller ist man am Hochkogel - 10 Minuten von der Hütte.

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