T. Tourenbuch

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20.07.2018, 45 Fotos

Auch dieses Jahr wollen die Kollegen auf den Berg. Letztes Jahr ging es auf die Schneealpe, darum haben wir uns für heute den nächsten Plateauberg ausgesucht und erwandern die Hohe Veitsch. Eine ähnliche Route bin ich schon vor einigen Jahren gegangen. Mit dabei sind Günter, Michi, Thomas, Christian, Richard und ich. Wir parken unsere Wandermobile zwischen Niederalpl Ort und Niederalpl Pass beim Wanderparkplatz. Von dort folgen wir den Wegweisern Richtung Hohe Veitsch über die Rodel. Das erste Stück geht es gemütlich auf der Forststraße dahin. Wir umrunden einen Schranken und biegen nach etwa einem Kilometer nicht nach links ab, sondern folgen dem Wanderweg geradeaus in den Wald. Der Pfad wird nun steiler, wir steigen weiter auf und kommen den Veitsch-Wänden immer näher. Der Weg führt uns durch Wald in die Latschenzone und in einigen Kehren immer weiter aufwärts. Unterwegs blühen viele Blumen und auch der Almrausch leuchtet uns entgegen, während es in der Sonne immer wärmer wird. Weiter oben ist dann auch der Durchgang durch die Wände ersichtlich - wir benötigen doch keine Seilsicherung.

Im Gänsemarsch durch die Latschen Mittig wäre die Kletterstelle, diese wird rechts umgangen Der Wildkamm bei der Kreuzung. Links steigen wir später ab.

Anders als bei meiner Tourenvariante lassen wir auch die gesicherte Leiterpassage aus und nehmen den Umgehungsweg rechts davon. So erreichen wir den Wiesenweg, der uns weiter zur Gingatzwiese führt. Hier können wir den Wildkamm in seiner ganzen Pracht bewundern. Für uns geht es über den steinigen Wanderweg und Wiesen weiter Richtung Gipfel. Es dauert noch etwas, bis wir die Hochfläche erreichen und das Gipfelkreuz zu sehen ist. Dafür haben wir vorher schon schönen Ausblick zum Hochschwab und den Bergen der Umgebung. Oben angekommen ist es nicht mehr weit und wir erreichen den höchsten Punkt der Runde. Nachdem die Wallfahrer Richtung Mariazell abmarschiert sind, können auch wir ein Gipfelfoto schießen und machen uns nach Rastpause auf den Weg zum Graf-Meran-Haus. Hier gibt es kühle Getränke und Suppe in extra flachen Tellern.

Gipfel erreicht! Im Abstieg Ein kleiner Fuchs

Nach der Stärkung queren wir unterhalb des Gipfelkreuzs zurück zur Gingatzwiese. Nachdem keiner über den Wildkamm gehen will, halten wir uns links und steigen zuerst etwas steiler und dann flacher am gemütlichen Wanderweg ab. Weiter unten mündet der Weg in die Forststraße die uns mit kurzer Wiesen- und Waldunterbrechung zur Sohlenalm führt. Von dort wollten wir eigentlich über den Sohlengraben absteigen. Der war bei meiner letzten Tour recht verwachsen, derzeit ist er wegen Sturmschäden komplett gesperrt. Um das zu verkraften, rasten wir erstmal auf der nächsten Bank und beobachten die Kuhherde auf der Alm. Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Niederalpl Pass - somit ist auch für mich ein neuer Routenteil dabei. Nach Abstieg durch den Wald gehen wir kurz ein Stück auf der Bundesstraße und in der nächsten Linkskurve geradeaus auf den Forstweg. Diese führt uns entlang des Schilifts hinab. Die letzten Minuten biegen wir nochmal auf die Straße ab und sind wenig später bei unserem Ausgangspunkt angelangt.

Eine schöne Runde bei wunderbarem Wanderwetter. Der Eine oder Andere hat danach sicher gut geschlafen :-) Bis zur nächsten Tour!

Route: Niederalpl - Rodel - Gingatzwiese - Hohe Veitsch (1981) - Graf Meran Haus - Gingatzwiese - Sohlenalm - Niederalpl Pass - Niederalpl
Statistik: 5h45/1170hm/15,5km

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08.07.2018, 31 Fotos

Eigentlich wollten wir heute auf den Ötscher (mal schauen, wie oft ich das noch schreibe). Nachdem es bei der Anreise aber schon etwas regnet, biegen wir in St. Pölten ab und nehmen einen Gipfel, bei dem Regen nicht so tragisch wäre. Ein Ö soll er auch haben und somit ist das Ziel schnell ausgesucht: der Türnitzer Höger. Wir nehmen den Anstieg von der Hohenberger Kiche und gehen über den Stadelbergkamm aufwärts. Durch den Regen unter der Woche ist alles extra grün. Weiter oben geht es ein Stück auf der Straße und dann durch Wald bis zum Sattel zwischen Höger und Stadelberg. Ein Stück bergab über die Wiese treffen wir das Türnitzer Hütten Auto und machen uns an den Anstieg zum Gipfel.

Am Stadelbergkamm Schmetterlinge Türnitzer Hüttenmobil

Bei der Hütte machen wir Mittagspause und schauen durch die Gegend. Zwischendurch regnet es immer wieder leicht. Anschließend geht es am gleichen Weg zurück und über die große Wiese. Nun hinauf zum Stadelberg. Nach dem Anstieg gehen wir noch etwas am Kamm entlang, bis wir nach diversen Kühen dann hinab zur Gschwendhütte gehen. Dort pausieren wir erneut, bevor wir uns an den Abstieg machen.

Klaudia und Ich Zum Stadelberg Vorbei an diesem Baum Bei der Gschwendthütte Noch mehr Blumen

Über die Straße geht es bis zum Parkplatz und auf der anderen Seite nochmals hinauf. Nun über den schönen Kammweg dahin. Wir kommen noch an einigen Blumenwiesen und riesen Ameisenhügeln vorbei, bevor es runter nach Hohenberg geht. Das Wetter war dann etwas besser als erwartet, hat genau gepasst.

Route: Kirche Hohenberg - Stadelbergkamm - Türnitzer Höger (1372m) - Stadelberg (1226m) - Gschwendhütte - Berger Höh' - Hohenberg
Statistik: 5h/1220hm/16,7km

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01.07.2018, 68 Fotos, 1 Kommentar

Eigentlich wollten wir auf den Ötscher. Klaudia ist leider verhindert und schickt mich alleine los. Ich entschließe mich, nicht ganz so weit zu fahren und dem Schneeberg einen Besuch abzustatten. Ich starte meine Tour in Losenheim und wandere von dort das letzte Stück Asphaltstraße aufwärts und biege dann nach links auf den Schotterweg ein. Über diesen geht es durch Wald immer bergan. Irgendwann endet die Straße und ich gehe gerade weiter hinauf bis zum nördlichen Grafensteig und stehe nach ein paar Kehren bei der Bürklehütte. Hier folge ich den Wegweisern weiter hinauf und nehme dem Abzweiger zum Nandlgrat. Wenig später geht es vorbei an der Riesshütte und bald steiler bergauf. Am Nandlgrat gibt es ein paar kurze Stellen, an denen man die Hände braucht und einige Passagen mit lockeren Steinen und Erden, bei denen man bei jedem Schritt zurück rutscht. Weiter oben komme ich am Steigbuch vorbei, steige noch weiter auf und erreiche die einige kurze gesicherte Passage. Es geht ein paar Meter hinab und auf der anderen Seite wieder hinauf wo bald das Ende des Steigs erreicht ist.

Alles blüht Nandlgrat Vorher Abstieg

Wenig später vereint sich der Weg mit dem gemütlichen Teil des Fadensteigs, der mich bis zur Fischerhütte führt. Im Gegensatz zum letzten Besuch ist es am weiteren Weg rüber zum Gipfelkreuz deutlich weniger windig. Hier angekommen raste ich etwas und mache mich dann auf den Weiterweg. Nachdem ich noch genug Zeit habe, möchte ich nicht gleich wieder am Fadensteig hinab, sondern mir unbekannte Wege erkunden. Vom Gipfelkreuz geht es nach Süden hinab bis zum südlichen Grafensteig. Hier biege ich nach links ab und wandere nun immer Richtung Station Baumgartner. Die beiden Grafensteige führen gemeinsam mit dem Fadenweg einmal rund um den Schneeberg. Dies ist jedoch keine einfache flache Route, sondern es geht immer wieder auf und ab und ein paar schmale Stellen haben Steigcharakter. Für mich geht es zuerst durch den Wald und dann neben einer Leiter und entlang eines Stahlseils abwärts. Es folgt ein längerer Anstieg durch die Latschen und weitere Waldpassagen. Nun mit etwas weniger auf und ab abwechselnd durch Wald, über kleine Geröllfelder und Wiesen bis ich den breiteren Pfad erreiche, der mich schließlich zum Baumgartner führt. Hier gönne ich mir eine Buchtel zur Stärkung und mache mich nach kurzer Pause wieder auf den Weg.

Mittig durch Weiterer Wegverlauf Das vorletzte (?) Mal rauf

Zuerst ein Stück am gleichen Weg entlang der Bahn zurück geht es bald wieder hinauf und über die Bahntrasse. Nun bin ich am nördlichen Grafensteig unterwegs. Das erste Stück ist recht feucht und rutschig, später geht es wieder besser. Anders als am südlichen Graf bin ich hier anfangs meist im Wald und weniger steinig unterwegs. Der Ausgangspunkt ist aber noch ein Stück entfernt. Auch hier geht es stetig etwas auf und ab. In weiterer Folge quere ich die diversen Schotterausläufer des Schneebergs und komme an den weiteren An- und Abstiegsmöglichkeiten vorbei: Unterer Herminensteig, Oberer Herminensteig, Schneidergraben, Novembergrat, Krumme Ries, Breite Ries usw. Irgendwann stehe ich kurz vor der Bürklehütte. Nachdem es schon später ist, gehe ich hier am Anstiegsweg zurück nach Losenheim. Laut Wegweiser wären die Edelweißhütte noch etwa eine Stunde entfernt gewesen.

Nach dem schnellen Anstieg über den Nandlgrat ist es heute dann doch eine größere Runde geworden. Die restlichen Teile vom Grafensteig werde ich eines Tages auch noch erwandern.

Route: Losenheim PP Liftstation - Bürklehütte - Rieshütte - Nandlgrat (1) - Klosterwappen (2076m) - Südlicher Grafensteig - Station Baumgartner - Nördlicher Grafensteig - Losenheim
Statistik: 7h15/1800hm/21,9km

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17.06.2018, 31 Fotos

Nach einer Nacht in der Tappenkarseehütte und gemütlichem Frühstück wollen wir noch einen Gipfel besuchen, bevor es wieder ins Tal geht. Von der Hütte hat man schönen Blick auf den Gipfel gegenüber - den Weißgrubenkopf. Somit ist schnell ein Ziel gefunden und nachdem wir unser Hab und Gut wieder verstaut haben, sind wir auch schon unterwegs. Wir folgen kurz dem gestrigen Weg hinab Richtung See, über den Bach und bis zur nächsten Wegkreuzung. Dort geht es nach links in den Hang hinauf. Der Weg ist immer wieder etwas feucht und rutschig. Wir folgen den Hang immer weiter hinauf, kurven mal nach rechts und mal nach links und kommen an einigen Wasserläufen vorbei.

Nach einigem Anstieg erreichen wir die Weißgrubenscharte. Das große Schneefeld dahinter dürfte ihr wohl den Namen geben. Das Gipfelkreuz ist schon in Sicht und es geht nun steiler und steiniger hinauf. Um auf den Gipfel zu kommen müssen wir nach dem ersten Anstieg jedoch nochmal kurz hinab, auf der Ostseite des Gipfelaufbaus entlang und dann nach links rauf auf den Gipfel. Der Weg ist hier etwas schmäler und alpiner als bisher. Oben angekommen schauen wir eine Runde durch die Gegend. Nachdem aber der Wind pfeift und die Wolken eher dunkler werden, machen wir uns bald auf den Rückweg.

Dieser erfolgt am gleichen Weg, wobei Klaudia und ich noch einen Abstecher zur Hütte machen. Von dort dann hinab zum See und entlang des gestrigen Aufstiegswegs wieder ins Tal. Während es oben noch unfreundlich ausgeschaut hat, wird es hier wieder besser. Nachdem wir unser Wandermobil erreicht haben besuchen wir zur abschließenden Einkehr den Jägersee, wo uns die Sonne auf den Kopf scheint.

Route: Tappenkarseehütte - Weißgrubenkopf (2369m) - Tappenkarsee - PP Materialseilbahn Tappenkarsee
Statistik: 3h30/660hm auf/1250hm ab/11,1km

 

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16.06.2018, 50 Fotos

Schon länger war eine gemeinsame Tour mit Klaudias Eltern zum Tappenkarsee geplant. Dieses Wochenende war es soweit: Wir reisen über Kleinarl bis zum Jägersee und entschließen uns dann noch die Mautstraße Richtung Schwabalm zu nehmen. Dies spart uns etwa 1-1h30 Wanderung. Vom Parkplatz bei der Talstation der Materialseilbahn geht es nun auf breitem Schotterweg aufwärts. Vor uns liegt die Felswand, von der sich Wasserfälle den Weg ins Tal bahnen. Für uns geht es eine Zeit lang gerade und dann in Kehren gemütlich bergauf weiter. Unterwegs ist doch einiges los, vom Wanderer bis zum Hundemensch, von Jung bis Alt und von Straßen- bis Bergschuhen ist alles unterwegs. In den vielen Kurven nähern wir uns dem Wasserfall, steigen über eine breite Treppe und queren, nach kurzem Abstieg, noch ein Geröllfeld. Wenig später haben wir den Tappenkarsee erreicht.

Das Wetter zieht heute etwas herum, aber immerhin ist es nicht so heiß und der Regen bleibt uns auch erspart. Am Anfang des Sees lesen wir noch die Geschichte zum Lindwurm im Tappenkarsee und wandern dann an dessen Westseite Richtung Süden. Dabei kommen wir an der Tappenkarseealm vorbei und steigen später noch ein Stück rauf zur Tappenkarseehütte, in der wir die heutige Nacht verbringen werden. Nach einer guten Stärkung machen sich Klaudia und ich noch auf den Weg zur Glingspitze. Dieses ist bereits kurz nach Erreichen des Sees zu sehen und liegt nochmal ein Stück südlicher des Sees. Von der Hütte geht es wieder hinab Richtung See, über den Bach, der diesen speist und über Wiesen weiter bergauf. Der Weg führt uns durch blühenden Almrausch und zahlreiche Wasserläufe. Nun wird es etwas steiler, bis wir einen Sattel erreichen. Dort wenden wir uns nach rechts und wandern entlang des Zauns weiter. Später wird es nochmal etwas steiler und wir erreichen ohne Probleme den Kamm. Ein Stück noch auf diesem entlang und schon stehen wir beim Gipfelkreuz. Die 3000er Richtung Süden und Westen sind Wolkenverhangen, rundherum haben wir aber doch ein paar Berge in Sichtweite.

Nach der Gipfelrast geht es zuerst am gleichen Weg zurück zum Sattel. Wenig später gehen wir jedoch nicht gerade weiter, sondern biegen nach links ab und wandern schräg über die Wiesen Richtung Berghang. Unterwegs sehen wir ein paar Murmeltierfamilien, die wir zuvor nur aus der Ferne und am Pfeifen erkannt haben. Wir tangieren noch einen kleinen See und wandern dann im Hang nochmal etwas aufwärts. Bald geht es jedoch hinab zur Hütte. Der Weg schlängelt sich durch Blumenfelder hinab zu unserem Nachtquartier, wo in der Küche schon unser Abendmahl bereitet wird. Das Wetter ist inzwischen deutlich freundlicher als am Morgen und die Sonne beleuchtet die gegenüberliegenden Hänge.

Route: PP Materialseilbahn Tappenkarsee - Tappenkarsee (~1760m) - Tappenkarseealm - Tappenkarseehütte (1820m) - Glingspitze (2433m) - Tappenkarseehütte
Statistik: 4h30/1340hm auf/730hm ab/15km

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